Studienkompass

 

Dies ist eine Initiative für Schüler/innen ab der 11 Klasse, deren Eltern nicht studiert haben. Der Studienkompass bietet viel Unterstützung beim Thema Studiengangfindung, Studienfinanzierung, Berufsfindung und vieles mehr! (http://www.studienkompass.de/)

Im Laufe des Studienkompasses besucht man verschiedene Workshops. Mein erster Workshop war der „Zukunfts-Planer“ . Er ging über ein Wochenende mit Übernachtung. Wir haben unsere Zukunft nach dem Abi, Berufseinstieg und 15 Jahre danach geplant. Wir haben unsere Stärken & Schwächen kennengelernt, überlegt, was wir vom Studienkompass erwarten und sind als Gruppe näher zusammen gewachsen!

(Sabrina Ressel, 12k)

Bericht von Bastian Bertschat, ehemaliger Schüler der 13m:

Ein Jahr ist es schon her, dass ich mein Abitur an der Julius-Leber-Schule gemacht habe. Seitdem studiere ich angewandte Informatik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) am Berliner Tor und arbeite zudem in einem IT-Beratungsunternehmen in der Hafen City. Es mag für den Einen oder Anderen womöglich erst mal einfach klingen, aber auf diesen Weg bin ich nicht ganz von alleine geraten. Das Programm STUDIENKOMPASS hat mich dabei sehr unterstützt.

Was ist dieser Studienkompass eigentlich?

Die Antwort ist simpel: Es ist ein Förderprogramm für Schüler/innen ab der 11. Klasse, deren Eltern keine Akademiker sind und die noch nicht genau wissen, welches Studium oder ob ein Studium überhaupt das Richtige nach der Schule ist. Fallt ihr in diesen Kreis, solltet ihr euch einmal Gedanken darüber machen, ob ihr nicht an dem Programm teilnehmen möchtet. Die Laufzeit der Förderung beträgt 3 Jahre, also von der Oberstufe an, bis in das erste Studien- oder Ausbildungsjahr hinein.

Ich differenziere das hier einmal ganz klar: Es gibt Teilnehmer, die während ihrer Teilnahme in dem Programm ein Studium aufnehmen und auch welche, die eine Ausbildung anfangen. Egal was es von beidem ist, der Studienkompass ist dazu da, um genau diesen Weg zu bestimmen.

Was muss man dafür tun, um daran teilzunehmen?

Da gäbe es zunächst einmal die Bewerbung. Ihr müsst euch auf der Homepage vom Studienkompass im Bewerbungsportal anmelden. Hinzu kommt, dass ihr eine Einverständniserklärung eurer Eltern und ein Empfehlungsschreiben eures Klassenlehrers einsenden müsst. Wenn die Bewerbungsphase um ist, bekommt ihr entweder eine Absage oder ihr werdet zu einem Auswahltest eingeladen. Keine Angst: Es werden nur allgemeine Sachen wie logisches Denken, Allgemeinbildung etc. abgefragt, also nichts, was ihr nicht ohnehin schon könnt.

Solltet ihr all diese Hürden gemeistert haben, werdet ihr einer Regionalgruppe zugeteilt (in diesem Fall Hamburg). Hier werdet ihr mit insgesamt 30 Teilnehmern an verschiedensten Workshops teilnehmen. In Einzel-, aber auch Gruppenphasen werdet ihr Schritt für Schritt eure Berufswünsche erörtern und euren Zukunftsplan konkretisieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es am Anfang ein merkwürdiges Gefühl ist, mit neuen Leuten über die eigene Zukunft zu sprechen. Im Großen und Ganzen macht es aber sehr viel Spaß und es hilft ungemein, wenn man „zwischen den Stühlen sitzt“. Ihr werdet im Rahmen der Förderung viele nützliche Dinge lernen, vor allem viel über euch selbst. Zudem sei auch erwähnt, dass die Förderung vollkommen kostenlos ist. Es wird zwar auch Workshops geben, für die ihr mal ein Wochenende opfern müsst, aber ihr werdet sehen, dass es sich lohnt. Auch die An- und Abreise, sowie Verpflegung und Unterkunft werden finanziert. Die kostenlose Förderung ist meiner Meinung nach ein riesiger Pluspunkt für die Teilnahme, denn oftmals ist es so, dass eine solche Art der Förderung den Teilnehmer immens viel Geld kostet.

Wie der Studienkompass trotzdem das Geld aufwenden kann?

Ganz einfach: Durch Stiftungen wie den SDW. Diese versorgen das Projekt mit Geld, welches dann verwendet werden kann, um Gäste einzuladen, Wochenendworkshops zu veranstalten etc.

Darüber hinaus wird der Studienkompass von zahlreichen, ehrenamtlichen und vor allem sehr kompetenten Trainern unterstützt, die sich extra für euch die Zeit nehmen, mit euch Pläne für die Zukunft auszuarbeiten. Auch ich wurde vor kurzem eingeladen einer jüngeren Hamburger Gruppe das System des dualen Studiums nahe zu bringen. Für mich war es eine interessante Erfahrung von der Teilnehmerrolle einmal in die Rolle eines Referenten zu schlüpfen.

Leider ist das Programm für mich jetzt nach 3 Förderjahren vorbei. Im Juni gab es eine große Verabschiedung in Berlin mit einem letzten Workshop. Aber auch wenn die Förderung vorbei ist, bleibe ich ein Teil des Netzwerkes des Studienkompass. Ich treffe mich noch mit einigen Leuten, die ich in meiner Zeit dort kennen gelernt habe und bleibe auch mit den Koordinatoren in Kontakt.

Ich hoffe ich habe mit meinem Beitrag ein paar von euch dazu motivieren können, diese Chance wahrzunehmen, denn ich bin der Meinung, dass es kaum eine bessere Förderung gibt.

Der Studienkompass bietet euch eine große Palette an Möglichkeiten auf, euch mit eurer späteren Karriere auseinander zu setzen. Nutzt die euch gegebenen Mittel so gut es geht, denn ihr seid die Zukunft!

 

Bastian Bertschat (ehem. 13M)