Schulethos

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Grundsätze der Julius-Leber-Schule

1. Von der Würde

Die Würde eines jeden Menschen an der JLS ist unantastbar. Dies gilt für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Gäste.


2. Vom Gelingen

Jeder ist für das Gelingen von Schule und Unterricht verantwortlich. Jede Schülerin und jeder Schüler, jede Lehrerin und jeder Lehrer hat sich so zu verhalten, dass der Unterricht erfolgreich ist und die Pausen erholsam sind.


3. Von der Freiheit und der Verantwortung

Die Schule gibt Freiheit in dem Maß, in dem Verantwortung getragen werden kann. Wer mitentscheiden will, muss Verantwortung übernehmen. Wer Freiheit beansprucht, muss Regeln anerkennen und befolgen.


4. Vom sozialen Handeln

Alle bemühen sich um Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Jeder behandelt Mitschüler und Mitschülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen so, wie er behandelt werden möchte, und leistet Hilfe dort, wo ein anderer Hilfe benötigt.


5. Vom Streiten miteinander

Kritik ist erwünscht, wenn sie zur Besserung der Verhältnisse führen kann. Wer kritisiert sollte sich im Klaren sein, was er mit dieser Kritik verbessern will. Dann hilft die Kritik allen. Wer kritisiert, um Menschen zu beleidigen, hilft niemandem.


6. Von den Räumen

Wir gestalten unseren Arbeitsplatz Schule so, dass wir uns gerne in den Räumen aufhalten. Jede Klasse überlegt, wie sie ihren Klassenraum so einrichtet, dass das Lernen gefördert wird. Darüber hinaus sind die Flure und die Außenanlagen zu pflegen und zu gestalten. Mit den Einrichtungen wird sorgfältig umgegangen. Müll wird vermieden, soweit es geht.


7. Vom Dienst für die Gemeinschaft

Jeder übernimmt Aufgaben für die Gemeinschaft. Im alltäglichen Schulablauf sind viele kleine Aufgaben zu erledigen. Es ist gerecht, wenn sich alle an diesen Ämtern beteiligen.


8. Vom Lernen

Jeder ist für sein Lernen selbst verantwortlich, die anderen können dabei nur helfen. Das Lernen muss mit dem eigenen Kopf, den eigenen Händen, dem eigenen Herzen stattfinden. Lehrerinnen und Lehrer, Bücher, Filme, u. s. w. können nur Anregungen und Hilfestellungen geben.


9. Vom Unterrichten

Der Unterricht ist so anzulegen, dass er möglichst viel verschiedene Lernaktivitäten ermöglicht. Die fachliche und methodische Fortbildung ist eine Verpflichtung für jede Lehrerin und jeden Lehrer.


10. Von der Umwelt und der Welt

Die Schule soll sich mit den gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen. Nicht für die Schule, sondern für das Leben soll gelernt werden. Das heißt, zu entwickeln sind Bereitschaft und Fähigkeit, mit den folgenden Schlüsselproblemen konstruktiv umgehen zu können: Frieden in der Welt”, Schutz der Umwelt”, Probleme der sogenannten 3. Welt”, neue Folgen der neuen Medien”, gleichberechtigte Entfaltungsmöglichkeiten für Frau und Mann”.


11. Vom eigenen Ich

Jeder achtet darauf, dass er mit sich im Einklang bleibt, offen für andere ist, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickelt und, wenn notwendig Zivilcourage zeigt. Für Schülerinnen und Schüler gilt, dass sie sich im Laufe der Schulzeit zu Menschen mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen entwickeln, die auch andere Standpunkte verstehen und achten können. Lehrerinnen und Lehrer sollen sich in ihrem Beruf nicht verleugnen und in ihm leiden müssen.


12. Von der Zusammenarbeit

Die Schule braucht das Vertrauen und die Mitarbeit von Eltern, Schülerinnen und Schülern. Über die Arbeit von Elternrat und Schülerrat hinaus sind offene Gespräche und vielfältige Formen von Zusammenarbeit aller an der Schule Beteiligten nötig, um gute Lernbedingungen zu schaffen.


13. Von uns allen

Immer wieder machen wir etwas gemeinsam. Das betrifft Feste wie Schul- und Sportfeste, aber auch Vollversammlungen, Aufführungen, Projektwochen, Diskussionsveranstaltungen.


14. Von der Veränderung

Die Zeiten ändern sich und eine Schule kann nicht gleich bleiben. Die Strukturen der Schule und die Regeln in der Klasse ändern sich mit wechselnden Zeiten.


Schule gegen Rassismus

1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig einander zu achten.

3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.