Jugend programmiert für Olympia

Die Julius Leber Schule nahm mit einer Mannschaft am 31.5.2015 am weltweiten Wettbewerb WRO (World Robot Olympiad) teil und sammelte hier erste Erfahrungen.

Die Mission war klar: Baue einen Roboter, der Legoblöcke auf dem Spielfeld findet. Wer viele Blöcke findet, bekommt viele Punkte. Aber Vorsicht: Ein Block ist markiert. Wird dieser bewegt, gibt es Strafpunkte!

Sonntagmorgen kamen die drei Achtklässler Ahmet, Jan und Julius mit müden Augen zur Schule und ab ging‘s nach Bad Oldesloe zur WRO. Viele Stunden intensiver Vorbereitung lagen hinter ihnen. Der erste Lauf nach einer Aufbau- und Testphase von 2,5 Stunden sah vielversprechend aus, gab dem Team der JLS aber noch keine Punkte. Das machte nichts, denn außer einem Konkurrenzteam (mind-tec) ging es allen so.

Ein Stunde Umbau und dann der zweite Versuch. Hier erkannte der Roboter den wichtigen Farbcode nicht richtig und Ahmet, Jan und Julius mussten wieder ohne Punkte vom Platz. Es wurde eng, die anderen Teams holten ihre ersten Punkte und das Team von mind-tec lag schon wieder vorne! Eine neue Strategie musste her. Und so entschlossen sich die Jungs, den Roboter die Blöcke nach dem Zufallsprinzip abräumen zu lassen. Das hieß aber auch: In der Umbauphase von 30 Minuten musste das Programm komplett neu geschrieben werden. Und siehe da, der Trick klappte: Die ersten Punkte kamen und das Team der JLS machte den zweitbesten Lauf! Wenn der Sieg noch sein sollte, musste jetzt alles riskiert werden: Also wurde nun der Roboter umgebaut, so dass er noch mehr Steine abräumt. Der Roboter startete und es sah erst ganz gut aus. Aber dann erwischte das Team der JLS den verbotenen Stein und bekam Strafpunkte.

Schade, aber manchmal muss man einfach volles Risiko gehen, wenn man gewinnen will. No Risk - no Fun.

Diesmal hat es nicht geklappt, aber alle sind sich sicher: Im nächsten Wettkampf treten unsere Jungs wieder an!

Johannes Wille, Informatik-Lehrer